Unsere Angebote:

Der Kinderschutzbund Rosenheim bietet Interessierten verschiedene Angebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten an:

  • Elternbildung / Hilfen zur Erziehung
  • Trennung und Scheidung
  • Unterstützung für Kinder und Jugendliche

zu unseren Angeboten

Unsere Angebote

An dieser Stelle sehen Sie unsere Angebote

  • Begleiteter Umgang

    Eltern bleiben Eltern, auch wenn sie sich als Paar trennen. Oft fällt es schwer, gemeinsam eine Regelung für den Kontakt des Kindes zum getrennt lebenden Elternteil zu finden.

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  • Kinder- und Jugendtelefon

    Am Kinder- und Jugendtelefon können Kinder und Jugendliche über alle Fragen reden, die sie beschäftigen.

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  • Besuchscafé

    Partner können sich trennen, Eltern bleiben sie immer - Kinder haben ein Recht auf beide Eltern.

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  • Elterntelefon

    Das Elterntelefon ist ein telefonisches Gesprächs-, Beratungs- und Informationsangebot für Eltern und alle, die mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt sind.

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  • Alltagstraining

    Das Trainingsprogramm zur Alltagsbewältigung für Familien mit Kindern dient als niederschwellige ambulante Hilfe zur Bewältigung alltagsspezifischer Probleme.

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  • Eltern-Kind-Plan

    Mit dem Eltern-Kind-Plan nach dem Konzept der amerikanischen Autorin Nancy Porter-Thal unterstützen wir Eltern auf dem Weg zu einer kindgerechten, einvernehmlichen und schriftlichen Umgangsvereinbarung.

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  • Kind im Krankenhaus

    Mit unserem Besuchsdienst unterstützen wir Eltern, die ihr Baby oder ihr Kind im Krankenhaus nur selten besuchen können - sei es durch Berufstätigkeit, die Versorgung anderer Familienmitglieder oder weite Anfahrtswege.

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  • Kindergruppe bei Trennung und Scheidung

    Für die Kinder ist die Trennung der Eltern ein einschneidendes Erlebnis. In der Gruppe erfahren sie, dass viele Kinder ein ähnliches Schicksal erleben und dass jedes Kind mit seiner neuen Lebenssituation anders umgeht.

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  • EMailberatung

    Viele Kinder und Jugendliche reden nicht so gerne am Telefon über ihre Probleme. Bei der Internetberatung können sie sich mit all ihren Anliegen, Fragen und Problemen online Rat und Unterstützung holen.

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  • Mütter-Väter-Zentrum

    Das Mütter-Väter-Zentrum ist ein offener Treffpunkt für Eltern mit Kindern bis zum Kindergarteneintritt.

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  • Elternkurse

    Der Elternkurs "Starke Eltern - Starke Kinder" unterstützt Eltern bei ihrer Erziehungsarbeit.

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  • Familientherapie

    Die Therapeutische Familienhilfe ergänzt das Angebot der Sozialpädagogischen Familienhilfe und orientiert sich an den Grundlagen der systemischen Familientherapie

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HomeBeiträgeWechselmodell ja oder nein?

Wechselmodell ja oder nein?

Nach einer Trennung müssen Eltern sich auf eine Umgangsregelung einigen. Einfach ist das oft nicht, will so mancher mit dem oder der Ex doch so wenig wie möglich zu tun haben. Jetzt überlegt die Justizministerkonferenz, das Wechselmodell als Regelfall einzuführen. Dabei lebt das Kind abwechselnd die etwa gleiche Zeit bei jedem Elternteil. Warum das nicht pauschal sinnvoll ist, erläutern der Deutsche Kinderschutzbund, die Deutsche Liga für das Kind und der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) in einer Pressemitteilung:

Gemeinsame Erklärung Deutscher Kinderschutzbund, Deutsche Liga für das Kind und VAMV: Wechselmodell als gesetzlich zu verankerndes Leitmodell ungeeignet

Berlin, 20.10.2017. Die Justizministerkonferenz hat sich für eine Prüfung einer gesetzlichen Regelung des Wechselmodells ausgesprochen - kurz nach der vielbeachteten Entscheidung des BGH, dass das Wechselmodell unter bestimmten Voraussetzungen auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden kann. In einer gemeinsamen Erklärung mahnen der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB), die Deutsche Liga für das Kind und der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) an, dass das Wechselmodell nicht zum Regelfall werden dürfe. Vorrang müsse immer das Kindeswohl haben.

Die Verbände weisen darauf hin, dass eine zeitlich annähernd gleichwertige elterliche Betreuung besondere Toleranz und eine belastbare Kommunikationsbasis der Eltern erfordert. Zudem ist das Wechselmodell oft kostenintensiver als das bisher überwiegend gelebte Residenzmodell und stellt an die betroffenen Kinder wegen des Pendelns zwischen Vater und Mutter eine besondere Herausforderung dar.

Prof. Beate Naake, Vorstandsmitglied im Deutschen Kinderschutzbund, erklärt dazu: „Kinder wollen regelmäßig guten Kontakt zu beiden Eltern haben und sollten nicht aus diesem Loyalitätskonflikt einem Lebensmodell zustimmen, das sie nicht überschauen können. Daher muss ihnen klar verdeutlicht werden, was es für sie konkret bedeutet, ein Wechselmodell zu leben. Das Wechselmodell als gesetzlicher Regelfall würde diese Loyalitätskonflikte auf alle von Trennung betroffenen Kinder ausweiten.“

„Das Wechselmodell ist ein anspruchsvolles Modell“, sagt Erika Biehn, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV). „Die Eltern müssen trotz Trennung kooperieren und sollten idealerweise in räumlicher Nähe wohnen. Im Einzelfall ist es eine gute Regelung, als gesetzlicher Standard ist das Wechselmodell allerdings nicht geeignet.“

Auch das Alter des Kindes ist bei der Wahl des geeigneten Betreuungsmodells zu berücksichtigen. Besonders für Kleinkinder bis drei Jahren ist ein paritätisches Wechselmodell mit Pendeln und Übernachtungen eher nicht zu empfehlen.

„Im Einzelfall kann das Wechselmodell durchaus im besten Interesse eines Kindes liegen. Das berechtigt uns aber nicht, daraus eine Regelvermutung abzuleiten. Bei anhaltenden Konflikten der Eltern kann häufiges Pendeln zwischen Mutter und Vater für das Kind eine große Belastung sein“, sagt Prof. Dr. Sabine Walper, Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind und Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut.

Die Verbände sind sich darin einig, dass folgende Faktoren zu einem Gelingen des Wechselmodells beitragen: Das Kind sollte gleichwertige positive Bindungen an beide Elternteile haben, über das Wechselmodell altersgerecht informiert sein und es selbst wünschen. Die Betreuungsregelungen sollten vor und nach der Trennung weitgehend ähnlich sein. Auch müssen sich die Eltern flexibel auf sich verändernde Bedürfnisse des Kindes einstellen und gut miteinander kommunizieren und kooperieren können. Entscheidend ist zudem, dass die Eltern in räumlicher Nähe zueinander leben und die finanziellen Mittel haben, um die Mehrkosten zu tragen.

 
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